NFP57
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Die Forschung im Rahmen des NFP 57 konzentriert sich auf vier Bereiche:
  • Studien zu Dosimetrie und Expositionsmessung befassen sich mit der genauen Messung der ausgestrahlten elektromagnetischen Felder und deren Absorption im Gewebe oder in Zellkulturen. Die Absorption wird an Phantomen gemessen oder mittels mathematischer Modelle und Computersimulationen errechnet. Die Forschung in diesem Gebiet ist wichtig, um beispielsweise die Einhaltung von Grenzwerten sicherstellen zu können, sowie um uniforme Expositionsbedingungen für experimentelle Studien zu schaffen. Messungen für epidemiologische Studien sind schwierig, müssen aber ebenfalls gut charakterisiert werden, um stichhaltige Aussagen zu ermöglichen.
  • Laborstudien werden in der Regel durchgeführt, um eine Vielzahl von kurz- oder mittelfristigen Auswirkungen, wie zum Beispiel auf die Gehirnaktivität, Kognition, Herzfrequenz, den Hormonspiegel oder die Immunfunktion direkt zu untersuchen. Es ist aus vielen Gründen schwierig, die langfristigen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern unter kontrollierten Laborbedingungen direkt zu erforschen. Für langfristige Auswirkungen eignen sich epidemiologische Studien, welche die Verbreitung und die Ursachen von gesundheitlichen Beeinträchtigungen (wie zum Beispiel Schlafstörungen, Störungen des Wohlbefindens oder Krebserkrankungen) in der Bevölkerung erforschen. Diese Untersuchungen können zwar keine direkten, ursächlichen Zusammenhänge zwischen der Exposition durch EMF und allfälligen Effekten nachweisen, erlauben aber einen Rückschluss auf mögliche Folgen von nichtionisierender Strahlung auf die allgemeine Gesundheit. Krebsstudien werden im NFP 57 jedoch nicht gefördert, da diesbezüglich international bereits viele Forschungsbestrebungen laufen.
  • Zellbiologische Studien versuchen Vorgänge auf zellulärer Ebene zu verstehen. So wird untersucht, wie sich elektromagnetische Strahlung auf die Zellteilung und das Zellwachstum, die Kommunikation zwischen Zellen untereinander oder auf die Erbsubstanz und Genexpression auswirkt. Diese Studien sind äusserst wichtig, um mögliche Wirkmechanismen zwischen nichtionisierender Strahlung und biologischen Systemen zu erforschen. Von zellbiologischen Studien kann oft ein direkter Bezug zu möglichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit geschaffen werden. Dies ist wichtig, um Risiken besser abschätzen zu können, die mit Kommunikationstechnologien verbunden sind.
  • Sozialwissenschaftliche Studien zur Risikowahrnehmung untersuchen, wie die Bevölkerung mögliche Risiken von EMF und die Berichterstattung darüber aufnimmt und bewertet. Dadurch werden Einsichten gewonnen in die Mechanismen, die die öffentliche Wahrnehmung prägen. Diese Studien sollen dazu beitragen, die Kommunikation über die Folgen nichtionisierender Strahlung zu erleichtern.
  • Aktuelle Liste der wissenschaftlichen Publikationen der Projekte des NFP 57