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Laborstudien und Epidemiologie
Auswirkungen von pulsmodulierten elektromagnetischen Feldern im Mobilfunkbereich auf das menschliche Gehirn: kritische Feldparameter, Ort der Interaktion und Sensitivität in der frühen Adoleszenz
Hintergrund In den letzten Jahren wurde nachgewiesen, dass hochfrequente elektromagnetische Felder (HF EMF), wie sie z.B. durch Mobiltelefone ausgestrahlt werden, verschiedene Auswirkungen auf die Gehirnphysiologie haben können. Es wurden unter anderem Veränderungen in der elektrischen Aktivität (EEG) und dem regionalen Blutfluss im Gehirn, sowie in der kognitiven Funktion beobachtet. Bis heute ist jedoch nicht bekannt, wie diese Veränderungen entstehen und ob sie für Menschen gesundheitsschädigend sind.
Ziel
Um einen Einblick in die physiologischen Mechanismen zu gewinnen, wird dieses Projekt untersuchen, welche der niederfrequenten Modulationskomponenten des Hochfrequenzsignals für die beobachteten Veränderungen in der Hirnaktivität verantwortlich sind. Zu diesem Zweck wird im Wachsein und im Schlaf die Hirnaktivität bei gesunden jungen Männern unter unterschiedlichen Expositionsbedingungen gemessen. Ein weiteres Ziel des Projekts ist, herauszufinden, ob der Thalamus, eine wichtige Struktur im menschlichen Gehirn, an der Wechselwirkung beteiligt ist. Bis jetzt konnte der Ort im Gehirn, wo die Wechselwirkungen stattfinden, nicht bestimmt werden. In einem dritten Experiment werden die Veränderungen der Hirnaktivität und der kognitiven Funktion bei wachen 12- und 13-jährigen Jugendlichen unter dem Einfluss zweier unterschiedlich starker elektromagnetischer Felder untersucht. Kinder reagieren möglicherweise empfindlicher auf HF EMF, da ihre Gehirne sich noch in der Entwicklung befinden.
Bedeutung
Das Projekt wird dazu beitragen, die Wechselwirkungen zwischen HF EMF und der Gehirnfunktion besser zu verstehen. Es untersucht die zugrundeliegenden Mechanismen und hilft so, die zukünftige Forschung auszurichten.
Die Untersuchung von Jugendlichen wird darüber Aufschluss geben, ob das Gehirn während der Entwicklung besonders empfindlich auf HF EMF reagiert. Diese Befunde sind wichtig, um Gesundheitsrisiken besser abschätzen zu können.
Projektdauer: 36 Monate
Budget: CHF 477’364.--
Prof. Dr. Peter Achermann
Institut für Pharmakologie und Toxikologie
Universität Zürich Winterthurerstrasse 190
CH-8057 Zürich
acherman@pharma.unizh.ch
Weitere Gesuchsteller: Prof. Dr. Niels Kuster, IT’IS Foundation for Research on Information Technologies in Society, Zürich
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