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FNSNF

Laborstudien und Epidemiologie

Prospektive Kohortenstudie zum Einfluss von hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität

Hintergrund
Es ist unklar, ob hochfrequente elektromagnetische Felder (HF EMF), wie sie im Alltag beispielsweise im Radio- oder Mobilfunk verwendet werden, die Gesundheit beinträchtigen können. Epidemiologische Studien erlauben die Erforschung von Gesundheitseffekten, die erst auftreten, wenn jemand über längere Zeit HF EMF ausgesetzt ist. Bisher fehlten gute Expositionsabschätzungsmethoden, um solche Studien durchführen zu können. Mittlerweile gibt es jedoch neuentwickelte tragbare Exposimeter, mit denen die persönliche Exposition gemessen werden kann. Zudem wurden geographisch-räumliche Modelle entwickelt, die es erlauben, die Felder von HF EMF-Antennen (z.B. Mobilfunkbasisstationen oder Radiosender) in der Aussenumgebung zu modellieren.

Ziel
Die Studie wird den Anteil verschiedener HF EMF Quellen an der Gesamtexposition einer schweizerischen Bevölkerungsstichprobe bestimmen. Die Autoren der Studie werden die räumlichen Modellierungen mit den Exposimetermessungen kombinieren, um eine Expositionsabschätzungsmethode für die Region Basel zu entwickeln und zu überprüfen. Damit wird bei 2000 Personen im Abstand von einem Jahr zweimal die Exposition bestimmt. Zusätzlich wird beide Male die gesundheitsbezogene Lebensqualität mit einem Symptomfragebogen erhoben. Dies ermöglicht es, zu untersuchen, ob die alltägliche HF EMF Exposition über längere Zeit Symptome verursachen oder die gesundheitsbezogene Lebensqualität beeinträchtigen kann.

Bedeutung
Die Studie wird sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die Wissenschaft wichtige Erkenntnisse über mögliche Gesundheitsrisiken von HF EMF liefern. Die Resultate aus der Studie werden zeigen, welche umweltbedingten Massnahmen oder Verhaltensänderungen geeignet sind, die Exposition durch HF EMF zu verringern. Die Expositionsabschätzungsmethode, die im Rahmen dieses Projektes entwickelt wird, kann für zukünftige epidemiologische Studien angepasst und wieder verwendet werden.

Die Website zur Studie: www.qualifex.ch

Projektdauer: 36 Monate
Budget: CHF 531’502.--

Dr. Martin Röösli
Institut für Sozial- und Präventivmedizin
Universität Basel
Steinengraben 49
CH-4051 Basel
martin.roosli@unibas.ch

Weitere Gesuchsteller:
Prof. Dr. Matthias Egger, Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Bern
Prof. Dr. Charlotte Braun-Fahrländer, Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Basel

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