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Risikowahrnehmung

Strukturen und Wirkungen gesellschaftlicher Kommunikation über nichtionisierende Strahlung

Hintergrund
Risikokommunikation bezüglich nichtionisierender Strahlung (NIS) muss berücksichtigen, dass es sich um ein bereits im öffentlichen Interesse stehendes Thema handelt. Wissen, Meinungen, Wahrnehmungsmuster und gesellschaftliche Strukturen, wie z.B. Aktivistengruppen, bestehen bereits. Die Herausforderung, die Bevölkerung über die Risiken von NIS zu informieren, besteht darin, die Menschen vor möglichen Gesundheitsschäden zu warnen, ohne sie unnötig zu beunruhigen, sowie die Risiken verhältnismässig darzustellen, ohne sie zu verharmlosen.

Ziel
Die Studie will einerseits die zugrunde liegenden Wahrnehmungsprozesse und Motivationen verstehen, die zu möglichen Fehleinschätzungen führen. Es werden Strategien für Gesundheitsfachpersonen und andere Informationsanbieter entwickelt, um Risiken bezüglich NIS wirksamer zu kommunizieren. Das Projekt wird problematische Aspekte des Kommunikationsprozesses zu NIS-Risiken erforschen.
Unter anderem sollen die folgenden Fragen untersucht werden:
  • Wie versteht die Bevölkerung NIS und inwiefern unterscheidet sich das Verständnis zwischen besorgten und nicht besorgten Personen?
  • Inwiefern beeinflusst die Glaubwürdigkeit der Quelle und die Informationsstrategie die Meinung besorgter und nicht besorgter Personen?
  • Beeinflusst der unterschiedliche kulturelle Hintergrund italienisch sprechender und deutsch sprechender Schweizer deren Meinungsbildung zu NIS-Risiken?

Bedeutung
Die Studie wird eine Grundlage liefern, um ungerechtfertigten Befürchtungen in Bezug auf NIS zu begegnen. Gleichzeitig wird die Studie Wechselwirkungen zwischen der Glaubwürdigkeit der Quelle und der Informationsstrategie untersuchen. Dies wurde vor allem im Bereich der Gesundheitskommunikation empirisch noch wenig erforscht. Schliesslich wird die Studie auch mikrokulturelle Unterschiede in der Schweiz und deren Wirkung auf die Informationsgestaltung im Bereich der Gesundheitsförderung beleuchten.

Projektdauer: 36 Monate
Budget: CHF 166’750.--

Prof. Dr. Peter J. Schulz
Health Care Communication Laboratory
Facoltà di scienze della comunicazione
Università della Svizzera italiana
Via Giuseppe Buffi 13
CH-6904 Lugano 4 Molino Nuovo Casel
peter.schulz@lu.unisi.ch

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