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Zellbiologie

Effekte nichtionisierender Strahlung im Modellorganismus Caenorhabditis elegans

Hintergrund
Bis heute ist die Ursache möglicher biologischer Effekte von elektromagnetischen Feldern (EMF) unklar. Frühere Studien dieser Arbeitsgruppe haben gezeigt, dass die Reaktion von Zellen, die EMF ausgesetzt sind, jener gleicht, welche bei leichtem Wärmestress ausgelöst wird.

Ziel
In diesem Projekt soll der Fadenwurm Caenorhabditis elegans als Modellorganismus genutzt werden, um mögliche zelluläre Antworten auf EMF zu studieren. Die Experimente werden mit einem genetisch veränderten Fadenwurm durchgeführt, der ein Protein (polyQ-Protein) herstellt, das dafür bekannt ist, bei neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. der Huntington Krankheit, im Gehirn zu akkumulieren. In diesem Organismus kann der bisher nur leichte Effekt von EMF verstärkt und damit genauer untersucht werden. Mögliche EMF-Effekte werden mit verschiedenen, anderen bekannten Stressfaktoren verglichen, z.B. mit Hitze, oxidativem Stress oder Chemikalien. Indem die Tiere unterschiedlichen Feldern ausgesetzt werden, wird zwischen thermischen und nicht-thermischen Effekten unterschieden.

Bedeutung
Mit der Forschung in diesem Projekt können mögliche biologische Wirkungen von EMF erfasst und charakterisiert werden. Die Ergebnisse liefern eine Grundlage, um ein biologisches Sensorsystem zu entwickeln, mit welchem die Risiken durch EMF besser eingeschätzt werden können. Die Studien werden zudem das grundlegende Verständnis über zellbiologische Reaktionen auf Stressfaktoren im Allgemeinen und auf EMF im Speziellen verbessern.

Projektdauer: 36 Monate
Budget: CHF 310’802.--

Prof. Dr. Pierre Goloubinoff
Departement für pflanzliche Molekularbiologie
Universität Lausanne
Bâtiment de Biologie
CH-1015 Lausanne
pierre.goloubinoff@unil.ch

Weitere Gesuchsteller:
Dr. Farhad Rachidi, Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne EPFL
Dr. Pierre Haldimann, Departement für pflanzliche Molekularbiologie, Universität Lausanne

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