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Zellbiologie

Wirkungen von elektromagnetischen Feldern in vitro und in vivo: Interaktionen mit Faktoren der Stress-Antwort

Hintergrund
Es gibt Hinweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder (HF EMF) biologische Wirkungen auf Säugetierzellen haben können. Studien, die eine mögliche Dosis-Wirkungsbeziehung untersuchen, fehlen jedoch und es ist wenig bekannt über mögliche Wirkungsmechanismen von EMF. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Jahr 2006 Empfehlungen herausgegeben, die prioritäre Forschungsinhalte in diesem Gebiet aufzeigen. Diese Empfehlungen beinhalten Untersuchungen bezüglich EMF und der Entstehung von Krebs und/oder Wechselwirkungen von EMF mit dem Nervensystem auf Zellebene oder auf subzellulärer Ebene. Insbesondere sind hier Studien gefragt, die mögliche Reaktionen von Zellen oder einfachen Organismen auf Stressfaktoren untersuchen, wobei EMF einen möglichen Stressfaktor darstellt.

Ziel
In diesem Projekt werden zwei Modellsysteme verwendet: Der Rundwurm, Caenorhabditis elegans sowie Säugetierzellen im Reagenzglas. Diese Modellsysteme eignen sich sehr gut für die Fragestellung, da Reaktionen auf Stressfaktoren bei verschiedensten Organismen und Zellsystemen gleich sind. Somit ist es möglich, dass die Ergebnisse von Experimenten in Caenorhabditis elegans Rückschlüsse für das Verständnis von Mechanismen in Säugetierorganismen, einschliesslich des Menschen, zulassen. Ein wichtiges Ziel dieses Projektes ist die Identifizierung von Schlüsselfaktoren der Signalübertragung innerhalb der Stress-Antwort, die möglicherweise durch HF EMF verändert werden.

Bedeutung
Dieses Forschungsprojekt liefert einen Beitrag zum Verständnis von Wirkungen von HF EMF im Zusammenhang mit Prozessen der Abwehr von Stress auf Zellebene. Die Untersuchungen tragen ebenfalls zum Verständnis möglicher Wirkungen auf die Gesundheit des Menschen bei, da diese Prozesse auf molekularer Ebene wichtige Schlüsselfaktoren bei Alterungsprozessen, Krebs und Neurodegeneration darstellen.

Projektdauer: 36 Monate
Budget: CHF 480’554.--

Prof. Dr. Meike Mevissen
Abteilung für Veterinär-Pharmakologie & Toxikologie
Vetsuisse Fakultät Bern
Universität Bern
Länggassstrasse 124
CH-3012 Bern
meike.mevissen@vpi.unibe.ch

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