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NFP 57 Newsletter
Ausgabe 1/2008, 18. März 2008
Neues aus dem nationalen Forschungsprogramm zu elektromagnetischer Strahlung

1. Workshop
Aus dem NFP 57
Schweiz
International



Grosses Interesse am ersten wissenschaftlichen Workshop
Am 11. Januar fand in Zürich der erste von vier Fach-Workshops im Rahmen des NFP 57 statt. Die Veranstaltung zum Thema «Dosimetry meets epidemiology» stiess in der Fachwelt auf grosses Interesse. Auf der Seite des NFP 57 können die Teilnehmerliste, die Präsentationen der Referenten sowie die Zusammenfassung der Schlussdiskussionsrunde heruntergeladen werden.
Zu den Unterlagen (Englisch)

Ein zweiter wissenschaftlicher Workshop zum Thema «Towards a mechanism-based framework in EMF research» und mit Fokus auf das Programmmodul Zellbiologie ist für den 5. und 6. Mai 2008 geplant. Weitere Details stehen in Kürze auf www.nfp57.ch bereit.



Aus dem NFP 57
Martin Röösli vom Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern und Leiter eines NFP 57-Projekts hielt im Rahmen des 7. Science Brunch der Forschungsstiftung Mobilkommunikation ein Referat zum Thema «Elektromagnetische Hypersensibilität (EHS): Wo steht die Forschung?».
Zur Präsentation

Im Auftrag der Krebsliga Schweiz hat Martin Röösli zudem eine wissenschaftliche Bewertung einer viel diskutierten umweltepidemiologischen Untersuchung zur Krebsinzidenz in zwei österreichischen Gemeinden vorgenommen, die von der Steiermärkischen Landesregierung in Auftrag gegeben wurde. Der «Kommentar zur Oberfeld-Studie (2008) über Krebsinzidenz in zwei österreichischen Gemeinden» kann auf der Seite der Forschungsstiftung Mobilkommunikation heruntergeladen werden.
Zum Kommentar

Prof. Dr. Elisabeth Cardis, Mitglied der Leitungsgruppe des NFP 57, verlässt die International Agency for Research on Cancer IARC auf Ende März 2008 und tritt eine Professur am Centre for Research in Environmental Epidemiology CREAL in Barcelona an.

Prof. Dr. Dariusz Leszczynski von der finnischen STUK-Behörde für Strahlung und Nukleare Sicherheit und Mitglied der Leitungsgruppe des NFP 57 hat mit Kollegen nachgewiesen, dass sich die Proteinexpression der menschlichen Haut durch Exposition mit Mobiltelefonen verändert. Die Bedeutung dieser Veränderungen ist zwar noch unbekannt. Trotzdem handelt es sich um ein wichtiges Forschungsergebnis, da es biologische Effekte im menschlichen Körper aufzeigt und die Hoffnung nährt, dass ein biologischer Marker für eine EMF-spezifische Reaktion gefunden werden kann. Dariusz Leszczynski wird als Referent und Chair am zweiten wissenschaftlichen Workshop des NFP 57 im Mai teilnehmen.
Zur Medienmitteilung (Englisch)

COST (Europäische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der wissenschaftlichen und technischen Forschung) hat eine neue Aktion beschlossen. Das neue COST-Programm BM0704 «Emerging EMF Technologies and Health Risk Management» baut auf Ergebnissen und Erfahrungen aus vorhergehenden COST-Aktionen auf. Es soll ein Netzwerk aufgebaut werden, in welchem Forschende Wissen und Informationen zum Thema EMF und Gesundheit austauschen können. Das Interesse für eine Schweizer Teilnahme an der Aktion ist seitens des NFP 57, des Bundesamt für Gesundheit BAG und der Forschungsstiftung Mobilkommunikation gross.
Mehr Informationen (Englisch)



Schweiz
Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat das Faktenblatt zu Mobiltelefonen als EMF-Quelle aktualisiert. Darin rät das BAG zum vorsorglichen Umgang mit Mobiltelefonen bis zum Vorliegen verlässlicher Forschungsresultate. Vor allem die Strahlenbelastung des Kopfes sollte möglichst klein gehalten werden.
Zum Faktenblatt



International
Auch im Ausland wurden in den letzten Monaten neue Empfehlungen zum Umgang mit EMF-Quellen veröffentlicht. Das deutsche Bundesumweltministerium (BMU) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfahlen im Februar, die eigene Strahlenbelastung vorsorglich so gering wie möglich zu halten. Ähnlich äusserte sich im Januar das Gesundheitsministerium in Frankreich, das sich auf den wissenschaftlichen Beirat der Fondation Santé et Radiofréquences stützt und speziell vor zu langem Handygebrauch bei Kindern warnt. Damit schliesst es sich der Empfehlung der britischen Health Protection Agency an.
Zur Empfehlung des BMU und des BfS
Zur Medienmitteilung des Ministère de la Santé, de la Jeunesse et des Sports (Französisch)

Das Mobile Manufacturers Forum (MMF) hat auf seiner Internetseite eine Zusammenfassung der Standpunkte verschiedener Behörden zum Thema Mobiltelefone und Kinder bereitgestellt.
Zum MMF Viewpoint Mobiltelefone und Kinder

Im Februar wurde ein Update zu den lange erwarteten Resultaten der INTERPHONE-Studie veröffentlicht. Darin werden die bisher vorliegenden Ergebnisse der grossangelegten epidemiologischen Studie zur Nutzung von Mobiltelefonen und einem Hirntumor-Risiko zusammengefasst. An gleicher Stelle wurde der baldige Abschluss des Projekts angekündigt.
Zum Update (Englisch)