NFP 57 Newsletter
Ausgabe 3/2010 Neues aus dem nationalen Forschungsprogramm zu elektromagnetischer Strahlung
Publikation der Ergebnisse im Frühling 2011
Die Forschung der meisten der elf Projekte im Rahmen des NFP 57 konnte fristgerecht im Frühjahr 2010 abgeschlossen werden. Nun sind die Forschungsgruppen dabei, die Forschung auszuwerten und zu publizieren. Die international zusammengesetzte Leitungsgruppe des NFP 57 wird im Herbst zusammen kommen, um die Qualität der Projekte abschliessend zu begutachten und seine Schlussfolgerungen zu ziehen. Die abschliessenden Publikationen der Programmverantwortlichen werden im Frühjahr 2011 publiziert. In diesem Zusammenhang ist auch geplant, die Medien zu informieren und die Ergebnisse im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung zu präsentieren. Die Abonnenten des Newsletters werden frühzeitig über den Zeitpunkt der Publikationen und der Veranstaltung informiert.
Aus dem NFP 57
Schweiz
Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat eine neue Studie zu elektromagnetischen Feldern von Energiesparlampen publiziert. Dank einer neu entwickelten Messmethode können elektromagnetische Felder von Energiesparlampen erstmals genau bestimmt und die durch sie erzeugten Stromflüsse im menschlichen Körper abgeschätzt werden. Diese neue Messmethode wurde in einer im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit und des Bundesamts für Energie durchgeführten Studie entwickelt.
Zur Studie
International
In der internationalen Interphone-Studie, die im Mai 2010 zu Hirntumoren und Handybenutzung erschienen ist, wurde kein erhöhtes Hirntumorrisiko bei einem regelmässigen Gebrauch des Handys oder beim Handygebrauch von über 10 Jahren beobachtet. Wegen Problemen mit dem Versuchsdesign sind die Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Gliome wenig aussagekräftig. Auf Grund der verschiedenen Unsicherheiten bei der Interpretation der Studie können keine definitiven Schlüsse über den Zusammenhang zwischen Handybenutzung und Hirntumoren gezogen werden. Das BAG empfiehlt daher die Strahlenbelastung des Kopfes möglichst klein zu halten.
Zur Medienmitteilung der Studie