NFP57
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Das NFP 57

Anlagen zur Stromversorgung, elektrische Geräte und Funkanwendungen erzeugen elektromagnetische Felder (EMF), auch nichtionisierende Strahlung (NIS) genannt. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass hochdosierte EMF biologisches Gewebe erwärmen und zu Zellschäden und gesundheitlichen Problemen führen können. Im Alltag sind wir Menschen jedoch nur schwacher Strahlung im Niedrigdosisbereich ausgesetzt. Diese ist so gering, dass eine Temperaturerhöhung im Körper nicht messbar ist, beziehungsweise sehr niedrig bleibt. In Bezug auf die Frage, ob auch diese nicht-thermische Strahlung unterhalb der geltenden Grenzwerte Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben kann, bestehen noch viele Wissenslücken.

Um einige dieser Wissenslücken zu schliessen und der Besorgnis seitens der Bevölkerung Rechnung zu tragen, hat der Bundesrat das Nationale Forschungsprogramm NFP 57 «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» bewilligt. Das NFP 57 hat zum Ziel, innert vier Jahren allfällige gesundheitsschädigende Wirkungen von EMF zu untersuchen, um die damit verbundenen Risiken besser abschätzen zu können.

Dabei müssen die internationalen Forschungsbemühungen im Bereich der EMF verfolgt und für die Risikoabschätzung mitberücksichtigt werden. Weltweit – vor allem in vielen europäischen Ländern – wurden nationale Forschungsprogramme initiiert. Programme existieren zum Beispiel in Deutschland, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Japan. Die Forschung wird zudem durch verschiedene Initiativen unterstützt, wie z.B. durch die schweizerische Forschungsstiftung Mobilkommunikation oder die deutsche Forschungsgemeinschaft Funk e.V. Übernational sind mehrere Gremien tätig, um den Stand der Wissenschaft laufend zu beurteilen und voranzutreiben. Dazu gehören das Internationale EMF Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und EMF-NET; ein Projekt, das durch die Europäische Kommission im Rahmen des 6. Rahmenprogramms für Forschung und technologische Entwicklung gefördert wird.

Der Kontakt und der Austausch des NFP 57 mit diesen Organisationen soll die internationale Zusammenarbeit fördern. Die Projekte im Rahmen des NFP 57 sind in die internationalen Forschungsbestrebungen eingebettet und aufgrund vielfältiger Kollaborationen entsprechend vernetzt.
Die Forschung im Rahmen des NFP 57 richtet ihr Augenmerk auf offene Fragen in Bezug auf die Charakterisierung und Messung von elektromagnetischen Feldern und ihre allfälligen schädlichen Wirkungen auf den Menschen. Von speziellem Interesse sind dabei körperliche Auswirkungen, wie z.B. auf das Gehirn, sowie mögliche Effekte auf das Wohlbefinden. Ein weiterer Schwerpunkt des NFP 57 sind zellbiologische Studien, welche die zugrundeliegenden Wirkmechanismen untersuchen und dadurch internationale Bemühungen wesentlich ergänzen. Projekte zur Risikowahrnehmung, die sich mit der wachsenden Unsicherheit in der Bevölkerung in Bezug auf schädliche Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung befassen, runden das NFP 57 ab.

Für die Durchführung des NFP 57 steht über den Zeitraum von vier Jahren ein Betrag von 5 Millionen Franken zur Verfügung. Mit ersten Resultaten ist ab dem Jahr 2009 zu rechnen.

Die Antworten zu den häufigsten Fragen über das NFP 57, 174 KB